
1. Schloss Plaue
Das Schloss Plaue, direkt an einer Flussenge am Ufer der Havel gelegen, blickt auf eine lange Historie zurück. In das dreiflügelige Barockensemble von 1711-1716 sind Teile von Vorgängerbauten integriert bzw. überprägt worden. Das Schloss in privater Hand bietet ein touristisches Angebot mit Restauration, Übernachtungs- und verschiedenen Mietmöglichkeiten.nach oben »
2. Schlossteichanlage
Der Teich grenzt malerisch an den schlossnahen Bereich des Parks und hat durch Zuflüsse Verbindung zum See, über die zwei bogenförmig geschwungene Brücken aus Ziegelsteinen führen; entstanden zwischen 1851 und 1880.nach oben »
3. Turmhügel mit ehemaligem Hundegrab
Südwestlich des Teiches befinden sich Fundamentreste eines Staffageturmes, der bis in die 1950Žer Jahre als Aussichtselement eine freie Blickachse zum Schloss und zum See gewährte und danach abgetragen wurde. Im Umfeld befindet sich ein Urnenstatue, deren Sockel noch erhalten ist. Dort sollen Hunde des Grafen begraben sein.nach oben »
4. Pfarrgartenmauer & Friedhofsmauer
Die Pfarrgartenmauer, die sich von der Kirche in elegantem Schwung in den Park hinein zieht, ist der verbliebene Rest der ehemaligen Begrenzungsmauer des Schlossgartens aus der Frühphase des Landschaftsparks ab Mitte 19.Jh. Aus der gleichen Zeit stammt die hohe Friedhofsmauer, die heute teilweise mit Efeu überwachsen ist. Zum Friedhof hin grenzen große Familiengrabstätten an.nach oben »
5. Backsteinkirche 13. Jh.
Die ursprünglich spätromanische Kirche aus dem frühen 13. Jh. steht im Ort zentral auf einer Anhöhe. Sie stellt ein bedeutsames Beispiel für den kleinstädtischen Pfarrkirchenbau in der Mark Brandenburg dar. Von dem Kernbau sind noch Umfassungsmauern, Schmuckfriese und vermauerte Rundbögen erhalten. Nach der Reformation wurde die Kirche 1570 umgebaut und von ihren Patronatsherren reich ausgestattet.nach oben »
6. Engelstor und Grab Gräfin Koenigsmarck
Das Engelstor besteht aus einer von zwei großen Engelsskulpturen eingefassten zweiflügeligen Toranlage. Die Engel wurden 1835 von A. Möller in Sandstein ausgeführt . Von hier aus führte ein direkter Weg durch den Park zum Schloss. Der Kutschweg wurde kürzlich rekonstruiert. Angrenzend befindet sich auf dem Friedhof die Grabstätte der Gräfin Lily von Koenigsmarck mit Statue.nach oben »
7. Tontaubenschiessstand 19. Jh.
Der weltweit älteste erhaltene Tontaubenschießstand wurde um 1900 vom damaligen Schlossbesitzer Hans Adolf Erwein Max Graf von Koenigsmarck aus verputztem Ziegelmauerwerk errichtet. Als begrenzende Elemente trug die Anlage zwei Tierfiguren, die an die Jagdtrophäen des Grafen aus dem Himalaya erinnern: einen Bären und einen Markhor (Capra falconeri). Die Anlage soll in den nächsten Jahren saniert und auch die erhaltenen Tierfiguren wieder aufgestellt werden.nach oben »

8. Ehemaliger DDR-Zollanleger
Zur Überwachung der Transitbinnenschifffahrt von und nach West-Berlin ließ die DDR Mitte der 1970Žer Jahre im Park einen T-förmigen Anleger aufschütten, der entlang eines Weges zur Kirche mit Laternen beleuchtet wurde. Die rechts und links angrenzenden Einbuchtungen sind heute einer natürlichen Sukzession unterworfen; südlich des Dammes befindet sich eine Biberburg.nach oben »
9. Ehemaliges Ziegeleigelände
Auf der Karte von 1842 findet sich erstmals eine Ziegelei auf der Südspitze des Parks, von wo auch eine Fährverbindung nach Möser bestand. Ursprünglich von einem Ziegeleibesitzer Michaelis aus Rathenow angelegt, wurde sie später vom Grafen Koenigsmarck betrieben. Mit dem Abriss des Ringofens 1914 endete diese Nutzung. Später wurden auf dem Gelände Baumschulen und Gärtnereien betrieben.nach oben »
10. Historische Gräfliche Parkwirtschaft
In den Gebäuden, die ursprünglich für den Betrieb der Ziegelei auf der Südspitze der Halbinsel errichtet worden waren, ließ der Graf Koenigsmarck ab ca. 1890 die Bewirtschaftung des Parks bündeln, der ab 1860 zu einem Landschaftspark umgestaltet worden war. Die ehemaligen Stallgebäude wurden als Remisen für Wagen und Werkzeuge genutzt und im Nahbereich Pflanzen für die Ausschmückung des Schlossareals gezogen; auch ein Küchengarten war vorhanden.nach oben »
Weitere Beschreibungen
Die Brücken und Wege
Das ursprüngliche Wegenetz ging vom Schloss aus und stellte entlang des mit der Havel verbundenen Schlossteiches die Verbindung zum Kirchenkomplex her, wo für die Grafenfamilie ein eigener Eingang vom Park her geschaffen wurde: das Engelstor.
Die Brücken (2 Stück) am Schlossteich sind mit Fehlbrandklinkern gebaut, die wohl aus der gräflichen Ziegelei in Plaue stammen. Im südwestlichen Teil des Parks befindet sich der verlandete Carauschenteich.
Der französische Garten
Der französische Garten wurde mit einer etwa 2 m hohen Mauer umgeben und enthielt Obstpflanzungen. Die Konfiguration ist aus dem Messtischblatt von 1880 ablesbar. Der Garten wurde erst im Zuge der Umverteilung von Flächen im Zuge der Bodenreform zerstört. Heute finden sich nur noch wenige Mauerreste auf den an den Schlosspark angrenzenden Privatgrundstücken.
Das ursprüngliche Wegenetz ging vom Schloss aus und stellte entlang des mit der Havel verbundenen Schlossteiches die Verbindung zum Kirchenkomplex her, wo für die Grafenfamilie ein eigener Eingang vom Park her geschaffen wurde: das Engelstor.
Die Brücken (2 Stück) am Schlossteich sind mit Fehlbrandklinkern gebaut, die wohl aus der gräflichen Ziegelei in Plaue stammen. Im südwestlichen Teil des Parks befindet sich der verlandete Carauschenteich.
Der französische Garten
Der französische Garten wurde mit einer etwa 2 m hohen Mauer umgeben und enthielt Obstpflanzungen. Die Konfiguration ist aus dem Messtischblatt von 1880 ablesbar. Der Garten wurde erst im Zuge der Umverteilung von Flächen im Zuge der Bodenreform zerstört. Heute finden sich nur noch wenige Mauerreste auf den an den Schlosspark angrenzenden Privatgrundstücken.
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